Kredit für Rentner

Rentner und Senioren ärgern sich oftmals darüber, dass die Banken ihre gewünschten Kredite ablehnen. Besonders Rentner über 75 Jahre haben hierbei Probleme und oftmals keine Chance einen Kredit von einer Bank zu erhalten. Derzeit bieten allerdings einige Geldinstitute einen Rentnerkredit an, bei dem es kein Problem ist, eine Finanzierung zu erhalten.
Auf die Frage, warum einigen Rentnern der Kredit verweigert wird, gibt es oftmals eine sehr deutliche Antwort. Vielen Kreditinstituten ist das Todesfallrisiko einfach zu hoch. Schließlich versuchen sch die Banken und Kreditinstitute abzusichern. Bei einem Rentner ist dies nicht der Fall. Schließlich könnte der plötzliche Tod eintreten, so dass dieser die Kosten für den Kredit nicht mehr begleichen kann. Die Restschuld eines solchen Kredites ist mit einem zu hohen Risiko verbunden. Banken, die daher einen Rentnerkredit anbieten, arbeiten oftmals mit einem erhöhten Risiko der Prämie, so dass der Verlust im Falle eines Todes nicht all zu hoch wird.

Die Kredite für Rentner sind trotz alledem verschieden. Die einzelnen Kreditinstitute bieten hierbei nicht nur Finanzierungen an, sondern auch weitere Möglichkeiten, um Rentnern einen Kredit zu geben. Spezielle Kreditangebote bieten ihnen daher neue Möglichkeiten und sorgen dafür, dass man sich im Alter etwas gönnen kann. Dementsprechend gibt es Rentnerkredite sogar schon für die Autofinanzierung. Kreditkarten sind in diesem Fall ebenfalls möglich.
Wichtig ist es allerdings, die Angebote im Bereich Rentnerkredit zu vergleichen. Viele unseriöse Unternehmen erheben hohe Gebühren für die Vermittlung. Daher sind die Kosten in diesem Bereich zu hoch. Es lohnt sich nicht einen Kredit in der Größenordnung abzuschließen, da Zinsen und vor allem Raten meistens nicht bezahlbar sind. Wer einen guten und seriösen Anbieter finden möchte, sollte sich direkt mit der Hausbank unterhalten und schauen, dass dort Finanzierungsmöglichkeiten gegeben werden. Nur mit einer guten Beratung können auch Rentner zu einem Kredit mit guten Konditionen gelangen und müssen keine zu hohen Kosten erwarten.

USA Abwendung der Zahlungsunfähigkeit

Die Zeit für eine Einigung zwischen Republikanern und Demokraten über die Lösung der Schuldenkrise wird gefährlich knapp; wird kein Kompromiss erzielt, werden die USA ab dem 2. August 2011 insolvent sein. Erschwerend kommt nun noch ein interner Streit unter den Republikanern hinzu: Der Republikaner John Boehner, der Präsident des Repräsentantenhauses, in dem die Republikaner die Mehrheit besitzen, konnte seine Parteifreunde am Donnerstagabend nicht von seinem Plan zur Abwendung der Zahlungsunfähigkeit der USA überzeugen. Er sah vor, dass zunächst Einsparungen in Höhe von circa 900 Milliarden Dollar und gleichzeitig eine Anhebung des Schuldenlimits in ähnlicher Höhe beschlossen werden. Anschließend sollten weitere Einsparungen im US-Haushalt von 1600 Milliarden Dollar verabschiedet werden. Insbesondere die ultra-rechten Anhänger der Tea-Party-Bewegung unter den Republikanern lehnten dies ab. Allerdings hätte dieser Plan sowieso keinen Erfolg haben können, denn der US-Regierungschef Barack Obama hatte schon klar gemacht, dass er gegen das entsprechende Gesetz auf jeden Fall sein Veto eingelegt hätte. Begründet hat er diese ablehnende Haltung damit, dass diese Lösung nur kurzfristig greifen würde und so im nächsten Jahr ein erneutes Heraufsetzen der Schuldengrenze erforderlich werden würde. Und das möchte er unter allen Umständen vermeiden, da um seine Position im Wahlkampf 2012 nicht zu belasten.

Sollte tatsächlich keine Einigung vor dem 2. August erzielt werden, könnte mit Buchungstricks und einem teilweisen Verkauf von Goldreserven noch eine “Gnadenfrist” bis maximal 10. August gewonnen werden. Wenn dieser dramatische Fall eintreten sollte, müsste die Regierung dann jeden Tag eine Auswahl treffen, welche ihre finanzielle Verpflichtung sie erfüllen möchte: Renten, Gesundheitsleistungen, Militärausgaben, Zinsen und Sozialleistungen stünden zur Disposition. Die Folgen für die Wirtschaft der USA, ihr internationales Ansehen und ihre Kreditwürdigkeit wären katastrophal.

10 Jahre Haft für Anlagebetrüger

Ein 52jährige Finanzmanager wurde am Freitag vom Landgericht Würzburg zu zehn Jahren und acht Monaten Gefängnis wegen Betrug, Steuerhinterziehung und Urkundenfälschung verurteilt. Dieser hatte mit Hilfe eines Schnellballsystems nicht nur Kleinanleger, sondern auch Banken jahrelang getäuscht und insgesamt um rund 300 Millionen Euro erleichtert.

Zwar war der Verurteilte im Laufe des Prozesses, der insgesamt knapp fünf Monate gedauert hat, in Teilen geständig, blieb aber bei der Behauptung, dass er nicht von Anfang an Betrug in großem Ausmaß geplant habe. Mit seinem Urteil blieb das Gericht nur knapp unter der Strafforderung der Staatsanwaltschaft, die verlangt hatte, dass der Angeklagte für zwölf Jahre hinter Gitter muss. Neben dem Haupttäter stand auch sein Buchhalter Claus Z. vor Gericht, der zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt wurde.

Strafverschärfend hat sich zweifelsohne die Tatsache ausgewirkt, dass es nach wie vor keinen Hinweis auf den Verbleib des ergaunerten Vermögens gibt. Zwar wurde einen sehr luxuriösen Lebensstil mit zwei Privatjets, einem Hubschrauber, einer Jacht und einer Nobel-Villa in Florida gepflegt, doch 300 Millionen hat das allein nicht verschlungen.

Anleger konnten überzeugt werden, Geld in von ihm aufgelegten Fonds zu investieren, indem ihnen völlig unrealistisch hohe Renditen von 30 bis 40 % versprach. Statt die Anleger dann wahrheitsgemäß über aufgelaufene Verluste zu informieren, schickte er ihnen gefälschte Gewinnmitteilungen und Kontoauszüge, nach denen die Investments ein voller Erfolg waren.

Wolfgang Schäuble gegen griechischen Haircut

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) spricht in einem Interview, das er der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung am vergangenen Freitag gab, davon, dass mittlerweile die Finanzmisere Griechenlands dem gesamten Euro-Raum gefährlich werden könnte. Nach seiner Auffassung hängt es von der überzeugenden Lösung dieses Problems ab, ob der internationale Markt wieder Vertrauen zum Euro insgesamt fassen wird.
Gleichzeitig machte der Bundesfinanzminister darauf aufmerksam, dass die Deutsche Wirtschaft, trotz aller gegenwärtigen Probleme, massiv von der Gemeinschaftswährung profitiere. Für den von vielen Experten geforderten Schuldenschnitt, den sogenannten “Haircut”, für Griechenland mochte Schäuble jedoch zum momentanen Zeitpunkt nicht plädieren.

Damit befindet sich der Wirtschaftsminister im Gegensatz zum Wirtschaftsweisen Weder di Mauro, der sich ganz klar für die gleichmäßige Reduzierung der staatlichen Schulden Griechenlands um einen hohen Prozentsatz aussprach. Er empfiehlt, das der EFSF (Europäischer Rettungsschirm) allen Privatgläubigern anbietet, die griechisichen Staatsanleihen zum gegenwärtigen Marktpreis zurück zu kaufen, der 50 % unter dem nominalen Wert der Anleihen liegt. Danach sollten neue, mit Garantien der Euroländer versehene Anleihen ausgegeben werden. Ein derartiges Angebot solle zu einem späteren Zeitpunkt auch den Anlegern gemacht werden, die portugiesische und irische Staatsanleihen besitzen.

Wolfgang Schäuble sprach sich auch gegen gemeinsame Staatsanleihen der Euroländer aus. Dies würde hoch verschuldeten Staaten nicht den nötigen Anreiz zu Einsparungen bieten, durch die sie ein niedrigeres Zinsniveau für ihre Anleihen realisieren können. Um die europäische Finanzkrise in den Griff zu bekommen, sollten vielmehr strengere Regeln, auch für Rating-Agenturen, implementiert werden. Diese hatten in den vergangenen Wochen insbesondere durch ihre negative Bewertung von Portugal massiv zu einer Verschärfung der Euro Krise beigetragen.

Ein Königstiger für die Deutsche Bank

Am kommenden Wochenende wird der Nominierungsausschuss des Aufsichtsrates der Deutschen Bank eine Vorentscheidung über die Nachfolge von Josef Ackermann treffen. Als sicher gilt dabei, dass der Inder Anshu Jain (Spitzname „Königstiger“) nächster Chef von Deutschlands größter Bank werden soll. Und das, obwohl er der deutschen Sprache nicht mächtig ist. Zwar wird verbreitet, dass er fleißig Deutsch lerne, aber bislang reagiert er in keinster Weise auf Fragen, die ihm in dieser Sprache gestellt werden. Deswegen wird es in eingeweihten Kreisen als unumgänglich angesehen, einen zweiten Vorstandsvorsitzenden an die Spitze der Deutschen Bank zu berufen.

Anshu Jain ist 48 Jahre alt und äußerst erfolgreich als Chef der Abteilung Investmentbanking der Deutschen Bank. Noch steuert er diesen Geschäftsbereich, der als der lukrativste der Deutschen Bank gilt, von London aus. Im laufenden Jahr rechnet die Deutschen Bank mit einem operativen Ergebnis vor Steuern in Höhe von rund 10 Milliarden Euro. Dazu wird das von Anshu Jain geführte Investmentbanking mit 7,4 Milliarden Euro nahezu drei Viertel beitragen. Der indische Erfolgsbanker steht seit dem Jahre 1995 in den Diensten der Deutschen Bank. Damals kam er mit seinem Förderer Edson Mitchell zu Deutschlands größtem Kreditinstitut. Nachdem Mitchell Ende 2000 bei einem Unfall tragisch ums Leben kam, übernahm Jain die Verantwortung für den Devisen- und Rohstoffhandel. Im Jahre 2004 folgten Anleihe- und Aktienhandel und im letzten Jahr schließlich das gesamte Investmentbanking.

Jain ist als sehr angenehmer und beredter Geschäftspartner bekannt – solange die Gespräche nicht auf Deutsch geführt werden. Um dieses Manko auszugleichen wird höchstwahrscheinlich ein deutscher Muttersprachler neben Jain in Zukunft die Geschicke der Deutschen Bank leiten.

Moodys erschwert die Sanierung der portugiesischen Wirtschaft

Nachdem die Rating-Agentur Moodys in der Mitte der vergangenen Woche überraschend ihre Bewertung für Portugal gesenkt hat, hagelte es Kritik von europäischen Politikern. So ließ Oliver Rehn, Währungskommissar der EU, über seinen Sprecher verlauten, dass diese Herabstufung dazu genutzt werden sollten, grundsätzlich das Verhalten und die Prognosefähigkeit von Ratingagenturen in Frage zu stellen. Zu dieser Äußerung, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig ließ, sah sich der Politiker vor dem Hintergrund gezwungen, dass Portugals Entwicklung von der EU Kommission bislang positiv eingeschätzt wurde. So wurde begrüßt, dass die neue Regierung sich dafür einsetzt, das Sparprogramm des Landes weiter zügig in die Tat umzusetzen.

Die Rating-Agentur Moodys hatte portugiesische Staatsanleihen am letzten Dienstag vier Stufen schlechter als bisher eingestuft, so dass für diese Papiere auf Ramschniveau nun die Empfehlung “ungeeignet für ein Investment” gilt. Damit dürfte der Weg Portugals zurück zur Kapitalmarktfähigkeit noch ein gutes Stück länger und schwieriger geworden sein. Das Urteil der Rating-Agentur basiert auf der Einschätzung, dass Portugal nach 2013, wenn die bis zu diesem Zeitpunkt fest gesagten Unterstützungskredite in Höhe von 78 Milliarden Euro verbraucht sind, neue Mittel benötigen könnte.

Der große Einfluss der Rating-Agentur wurde in der Folge durch den Kurzsturz portugiesischer Bankaktien unmittelbar deutlich, die zwischen fünf und sieben Prozent an Wert verloren. Wenig verwunderlich ist angesichts dieser Entwicklungen, dass erneut Forderungen nach einer Regulierung der Tätigkeit der drei großen Rating-Agenturen, Standard & Poor´s, Moodys und Fitch Rating, laut wurden. Insbesondere der EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble verlangen, dass von europäischer Seite Maßnahmen ergriffen werden, um die Macht dieser Rating-Agenturen zu beschränken.

Der Untergang von Griechenlands Banken droht

Griechenlands Finanzinstitute könnten in Gefahr geraten, wenn Athen die Staatsschulden umschuldet. Aber insgesamt würden die Banken trotzdem gut dastehen, denn es wurde ein Gewinn erwirtschaftet. Diese ist allerdings nur ein scheinbarer Gewinn. Denn viele Kunden haben einmal mehr den Banken misstraut und auf der anderen Seite, um ihre eigenen Verbindlichkeiten zu bedienen, sehr viel Geld aus den Banken abgezogen. Und im Prinzip finanzieren sich die Banken nur über die von der EZB zur Verfügung gestellten Kredite. Dringend notwendig wäre die Vergabe von normalen Krediten.

Es gibt sehr gegensätzliche Meinungen im Bezug auf die Umschuldung. Die EZB und die Regierung argumentieren, dass es dann zu einem Bankencrash nicht nur in Griechenland, sondern eventuell auch in anderen Staaten kommen könnte. Andererseits sei der Schaden jetzt in Grenzen zu halten, aber je länger man damit warte, umso größer könne der Schaden dann werden.

Von Unternehmen, aber auch von privater Seite, wurden sehr viele Bankeinlagen wegen der wachsenden Finanznot abgerufen.und trugen so zu einer geringeren Einlage bei den Banken bei. Außerdem hatten die Banken bisher schnelle und nicht unbedingt abgedeckte Kredite vergeben, die nun nicht mehr, oder nur unregelmäßig zurückbezahlt werden können.

Eine Umschuldung ist also weiterhin in der Diskussion und wird von Insidern befürwortet. Es heißt, man könne durchaus das griechische Bankensystem restrukturieren. Eine Möglichkeit wäre die Verstaatlichung mehrere großer Banken oder diese an internationale Banken zu verkaufen.

Mittlerweile hat Griechenland von den europäischen Notenbanken 131 Mrd. Euro erhalten, und dafür Papiere für etwa 190 Mrd. an Sicherheit geleistet. Bei einem sogenannten Schuldenschnitt also hätte die EZB einen relativ geringen Verlust.

Banken sollen vor Milliardenverlusten bewahrt werden

Deutsche Banken machen Profit, bei den Milliardenkrediten, die Griechenland erhalten hat. Deshalb ist die Bundesregierung durchaus bereit, Griechenland mehr Zeit zu zugestehen, um die Schuldenkrise zu bewältigen. Der Finanzstaatssekretär Steffen Kampeter (CDU) vertrat in einem Interview die Meinung, man könne Griechenland nicht schon wenige Monate nach Beginn des griechischen Reformprogramms jetzt einfach bankrott gehen lassen. Er gab ebenfalls zu bedenken, dass es für die Aktionäre der deutschen Banken zu einem sehr großen Verlust käme, wenn auf die von privater griechischer Seite zur Verfügung gestellten Kredite jetzt verzichtet würde.
Die Stabilität des deutschen Finanzwesens und die Verhinderung von Milliardenverlusten könne nur gewährleistet werden, wenn man Griechenland weiterhin Hilfe zu teil kommen lässt, trotz der Verbindlichkeiten in Höhe von etwa 30 Milliarden Euro, gegenüber Deutschland.

Der Wirtschaftsexperte der Grünen im Europaparlament, Sven Giegold, übte an der Bundesregierung Kritik, er meinte, dass die Bürger über den Ernst der Lage hinweggetäuscht würden, und dass man auf jeden Fall mit einer, für Deutschland teuren Lösung, rechnen müsse. Es sei auch nicht angebracht, über einen Austritt Griechenlands aus der Euro–Zone zu diskutieren. Dies hätte unweigerlich einen Konkurs des griechischen Bankensystems zur Folge. Weiterhin wären die sowieso schon angeschlagenen Länder wie Portugal und Spanien dann noch mehr von einem Zusammenbruch gefährdet.

Die feine englische Art des Verbraucherschutzes

Bisher konnten britische Banken mit Kreditversicherungen lukrative Geschäfte machen. Diese sichern die Raten für Darlehen im Falle von Krankheit oder Arbeitslosigkeit ab. Die meisten Banken schlugen die Kosten für die Policen kurzerhand auf die Kreditsumme und wiesen die Beträge nicht gesondert aus. Diese Praktik löste eine wahre Welle an Beschwerden bei der FSA (Financial Services Authority) aus, die darauf hin eine Überprüfung von etwa 16 Millionen Verträgen anordnete.

Den unlauteren Methoden der Banken wurde ein Riegel vorgeschoben. Die FSA fand die oben genannte Praktik bestätigt und deckte zudem zahlreiche Fälle auf, in denen Kunden Kreditversicherungen ohne deren Wissen und Willen untergeschoben wurden. Diese Vorgänge werden wohl Entschädigungszahlungen in Milliardenhöhe nach sich ziehen.

Der Londoner High Court verlangte in einem ersten Urteil von den Banken die rückwirkende Prüfung von relevanten Verträgen. Das wird Millionen von Kreditversicherungen betreffen.
Die FSA schätzt, dass eine große Anzahl dieser Policen rückabgewickelt werden müssen. Die Finanzaufsicht geht davon aus, dass Erstattungen in Höhe von bis zu 4,5 Milliarden Pfund fällig werden. So erwägt der Branchenverband auch bereits Rechtsmittel gegen das Urteil des High Court. Dafür stehen noch zwei weitere, höhere Instanzen zur Verfügung. Die BBA (British Bankers Association) scheiterte allerdings bereits mit einer ersten Klage gegen das bestehende Urteil, diese wurde vom High Court zurück gewiesen.

Der Verbraucherschutzverband Consumer Focus hingegen begrüßte die Entscheidung des High Court. Er hofft, dass die Banken dadurch gezwungen werden, berechtigte Rückzahlungsforderungen von Kunden künftig ernster zu nehmen. Vor dem Urteil sollen etwa sechzig Prozent dieser Forderungen zurück gewiesen worden sein.

Sparen statt Umschulden

Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou setzt auf weitere Einsparungen im Staatshaushalt, um einen Staatsbankrott zu verhindern. Er verkündete letzte Woche Eckpunkte eines Sparprogramms, mit dem weitere 23 Milliarden Euro in den Jahren 2012 bis 2015 eingespart werden sollen. Auch wenn noch keine Einzelheiten bekannt wurden, reagierte die griechische Öffentlichkeit jetzt schon empört auf die angekündigten Maßnahmen.

So ist eine weitere Kürzung der Bezüge der Staatsdiener geplant: Beamte, die den oberen Einkommensgruppen angehören, müssen sich auf eine deutliche Senkung ihrer Besoldung einstellen.
Der Sozialist Papandreaou plant auch einen umfangreichen Verkauf von Staatseigentum, um gegen die Schulden zu kämpfen; die Rede ist von 50 Milliarden Euro, die mittelfristig auf diese Weise erzielt werden sollen. Es ist geplant, das so erhaltene Geld auch für den Rückkauf von Staatsanleihen zu verwenden.
Staatliche Unternehmen, unter anderem die griechische Eisenbahn (OSE) und die staatliche Lotteriegesellschaft (OPAP), sollen im Zuge des neuen Einsparungspaketes privatisiert werden. Gleiches ist für die Athener Wasserwerke sowie einige Häfen und Flughäfen geplant.

Nicht nur Oppositionspolitiker, sondern auch Papandreous Parteikollegen vom linken Flügel reagierten empört auf die Vorstellung dieses Sparpakets. So ist nicht zu erwarten, dass der Appell des griechischen Ministerpräsidenten an alle Politiker des Landes, seine Sparbemühungen zu unterstützen, erfolgreich sein wird.

Dass die jetzt bekannt gewordenen Sparmaßnahmen ausreichen werden, um eine Umschuldung Griechenlands tatsächlich zu verhindern, wird in Expertenkreisen angezweifelt. Weiterhin wird ein sogenannter “Haircut” von 40 bis 50% der griechischen Schulden für wahrscheinlich gehalten. Und auch die Finanzmärkte reagierten mit einem kleinen Kurssturz des Euros auf 1,44 Dollar skeptisch.