Nachdem der Finanzvorstand Stefan Emisch die Bayern LB zum Ende April verlassen wird, sieht man jetzt wie groß doch der Unfrieden bei der Bank ist. Als Anlass für das Verlassen zählt wohl
auch, dass sich Emisch nicht dem Vorstandsvorsitzenden Gerd Häusler unterordnen wollte. Herr Emisch gab an, er gehe einvernehmlich und wurde für seinen großen Anteil am Sanierungsprozess der Bank gewürdigt.
Vielleicht weil es noch keinen geeigneten Kandidaten gibt, es wurde noch kein neuer Finanzvorstand benannt. Stephan Winkelmeier, Vorstandsmitglied, wird die Aufgabe des Herrn
Emisch zusätzlich übernehmen.
Schon im letzten Herbst kamen Gerüchte auf, dass sich Emisch mit Häusler überworfen hätte. Angeblich war Emisch mit der Fusion der Bayern LB mit der Düsseldorfer WestLB nicht ganz
einverstanden und zu aller Erstaunen ließ Häusler die Fusion im November platzen. Es war zu diesem Zeitpunkt wohl auch nicht so ganz klar, wer was in der Vorstandsetage zu sagen habe.
Bald, nachdem die Düsseldorfer Fusion dann doch nicht zustande gekommen war, erklärte Emisch die Bayern LB stehe eigentlich ganz gut da und man wolle jetzt ohne Zeitdruck das Thema
Konsolidierung angehen. Doch nur kurze Zeit später wurde dies vom bayrischen Finanzminister schon wieder revidiert, Fahrenschon gab an, er wolle zügig mit den LB in Baden-Württemberg und Thüringen Gespräche aufnehmen.
Doch daraus ist bis jetzt nichts geworden, und die Bayern LB bleibt im Freistaat.
Angeblich habe Emisch schon vor einiger Zeit einen neuen Arbeitgeber gesucht. Den zu finden dürfte, bei der vorangegangen Karriere des Herrn Emisch, nicht schwer werden. Denn er genießt in der Branche einen guten Ruf.


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