Leitzinserhöhung steht in den Startlöchern

Wie schon überall vermutet wird, wird es wohl eine Leitzinserhöhung der EZB geben. Auch wäre es möglich, dass an einer Banken-Lösung gearbeitet wird, da sich noch immer zahlreiche Banken nur auf die Finanzierung der Notenbank verlassen.

Auch wenn es zahlreiche Anlässe geben würde, den Leitzins nicht zu erhöhen, wird trotz allem damit gerechnet. Besonders die Katastrophe in Japan oder auch die Anfälligkeit von einigen
Großbanken, wie auch die Schwäche einiger Länder, könnten einen Aufschub gewähren, um den Leitzins auf 1 Prozent zu belassen. Doch die Mehrzahl der befragten Banken, rechnen mit einer Erhöhung von 1 Prozent auf 1,25 Prozent. Denn der Signalbegriff „hohe Wachsamkeit“, den die Vertreter der EZB in den letzten Wochen immer wieder verwendeten, heißt dass eine Erhöhung des Leitzinses bevorsteht.

Durch den letzten Lohnabschluss der Chemieindustrie, mit einer 4,1 Prozentigen Steigerung, wie auch der Inflationsdruck, der durch die hohen Rohstoffpreise ausgeht, dürfte die EZB besonders wachsam sein. Experten rechnen auch damit, dass es nicht bei diesen 1,25 Prozent bleiben wird und dass sich bis zum Jahresende der Leitzins auf 1,75 Prozent erhöhen wird. Dies wird wohl in drei Schritten erfolgen, doch auch dann wäre die voraussichtliche Inflationsrate noch immer geringer und der Realzins somit negativ.

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